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Bete-Mandala aus Rote Bete, Gelbe Bete und RingelBete

Dünn gehobelt und im Kreis gelegt – Bete-„Carpaccio“ goes east.

Seit Jahren wünschte ich mir eine einstellbare Mandoline. Nein, kein Musikinstrument, sondern den Gemüsehobel gleichen Namens. Ich hatte komplett verdrängt, dass ich in meiner „Jugend“ (die ja strenggenommen noch andauert 😉 ) bei meinen Eltern so ein Teil schon mal zur Verfügung hatte (und es auch durchaus oft benutzt habe).
Nun suchte ich vor einigen Monaten was in den Geräteschubladen der „Altvögel“-Küche. Ich weiß nicht, ob ich’s gefunden habe. WAS ich aber gefunden habe, war die einstellbare Mandoline. Der Standardkommentar meiner –so gut wie nie kochenden – Mutter ist in solchen Situationen immer: „Ich glaub, das brauchen wir nie. Kannste mitnehmen!“. Mein täglich kochender Vater bestätige aber – wie so oft – diese Einschätzung. Und nun hab ich also eine schon etwas ausgeleierte, aber dennoch einstellbare Mandoline!
Ich esse Bete ja nicht so gern roh, sie hat so eine Schärfe, die mir den Rachen aufraut, die Rote mehr als die anderen beiden Sorten (was ist das eigentlich, welcher Stoff in der Bete macht das? Weiß das jmd.?). Wenn man die rohe Bete aber schön fein verarbeitet und dann quasi mariniert, verliert sich das. Geraspelten Rote-Bete-Salat oder Säfte/Smoothies mit Roter Bete mag ich durchaus.
Es begab sich, dass ich kürzlich beim Türken einem Fläschchen Granatapfel-Soße nicht wiederstehen konnte. Das ist eigentlich ein Sirup. Schön fruchtig säuerlich. Damit wollte ich mein „Carpaccio“ beträufeln.

Hinweis: Bereitet die Vorspeise einigermaßen frisch zu. Zwar werden die Bete mit der Zitronensäure am Oxidieren gehindert, ich weiß aber nicht, wie lange das wirkt.

Nun denn:

Zutaten für 4 Vorspeisen-Portionen:
ca. 1 TL Zitronensäure,
je eine Bete in rot, gelb und geringelt,
1 EL (Walnuss-)Öl,
2 EL Granatapfel-Soße, z.B. aus dem Türkischen Laden,
2 EL Ahornsirup,
Chili, da die Schärfe sehr variiert, müsst ihr einfach testen, wieviel ihr mögt,
(Orangen-)Salz & Pfeffer
Optional:
Ziegenfrischkäse

Zwei Schüsseln vorbereiten mit Wasser und je 1/2 TL Zitronensäure. In die eine kommt die Ringelbete nach dem Schälen und Hobeln, in die andere die gelbe Bete, sie laufen sonst an der Luft grau an. Unschön, aber vmtl. völlig ungiftig.

Für das Dressing Walnussöl, Ahornsirup und Granatapfelsirup (gibt es übrigens auch im Supermarkt, bei den Cocktail-Zutaten) vermixen und mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.

Die Beten schälen und auf einer Mandoline in hauchfeine Scheiben hobeln (maximal 1 mm dick). Wer keine feine Mandoline hat, nimmt den Sparschäler, dann werden es halt Streifen statt Scheiben, Hauptsache dünn! Die hellen Scheibchen getrennt nach Farbe in den Schüsseln mit dem zitronensauren Wasser gut wenden und bewegen, bis alle Scheibchen benetzt sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Müllvermeider*innen schleudern vllt. in der Salatschleuder trocken.

Auf schönen Tellern von außen nach innen im Kreis Muster aus den verschiedenen Betescheiben legen.

Direkt vor dem Servieren mit dem Dressing beträufeln (die Farben Beten mischen sich sonst). Wer mag, legt ein/zwei Scheiben Ziegenfrischkäse (oder zwei Nocken Ziegenfrischkäse aus dem Becher) in die Mitte.

Hier sieht man das Muster vom Bete-Mandala

Hier sieht man das Muster vom Bete-Mandala

Ohne Ziegenkäse ist es logischerweise vegan und laktosefrei, wer glutenfrei isst, muss ggf. bei der Granatapfel-Soße die Zutatenliste studieren, dort könnte sich Stärke „verstecken“.

Bete-Carpaccio

Das interessante Licht, das an orientalische Zelte erinnert, wird übrigens durch meine gelbweiße Markise auf dem Balkon erzeugt. Normalerweise finde ich das schrecklich und wickle die Markise vor dem Knipsen auf, hier passt es aber ziemlich gut – oder?

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