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Wer Bete im Garten hat, kennt das: Wohin mit den schönen Blättern, gerade in feuchten Sommern wie diesem, wenn die Blätter groß und knackig sind.
Die Lösung: Man kann die super wie Mangold oder Spinat verwenden.
(Die Stiele habe ich übrigens blanchiert und eingefroren. Das geht gut und so hat man schnell mal ne Gemüseportion zur Hand.)

Tiefer Teller mit dem Beteblätter-Nudelgericht auf buntem Gartentisch. Foto: © Ania Groß

Das beschriebene Gericht ist leicht exotisch. Ich liebe aktuell dieses Chutney, esse es zu Broccoli, zu Falafel, zu allem und eben auch zu Beteblättern. Zur Betewurzel ist es mir ein bisschen zu süß, da passen säuerliche Dipps besser, denn süß ist die Bete ja selbst.

Zutaten für eine Portion (Mengen sind Circa-Angaben):
Blätter von 2 bis 5 Beten, ich hatte 2x Ringelbete und eine Rote Bete,
1 TL Brat-Öl,
ca. 100 g Zwiebel-Dattel-Chutney, Rezept steht unten,
1 Packung Shirataki-/Konjak-Spaghetti,
einige Blätter (Zitronen-) Basilikum,
(Orangen-)Salz, Gemüsebrühepulver, Piment

Zuerst werden die Blätter blanchiert um den Oxalsäuregehalt zu verringern. Dazu einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Eine große Schüssel mit Eiswasser und ein Sieb, dass da reinpasst, bereitstellen.

Die Beteblätter waschen und die schlechten aussortieren. In 3 cm breite Streifen schneiden. Ins kochende Wasser geben, 1 Minute kochen lassen. Dann ins Sieb geben und ins Eiswasser tauchen (das erhält die Farbe).

Die Shirataki-Pasta gut spülen und möglichst gut abtropfen lassen. Das Öl erhitzen, die blanchierten Blätter, die Shirataki und das Chutney zugeben. Ca. 5 Minuten zusammen köcheln, die Flüssigkeit sollte gut verdampfen und die Nudeln ordentlich Geschmack annehmen. Nur dann schmecken die nämlich. Mit Salz/Gemüsebrühe abschmecken.

Anrichten, mit Zitronenbasilikum dekorieren und mit Piment überstäuben. Evtl. auch noch ein kleinen Klecks von dem leckeren Chutney oben drauf tun.

Das Sketch-Rezept zeigt die Zubereitung des Gerichts: alle vorbereiteten Komponenten in den Topf und einige Minuten kochen lassen. Sketchnotes-Rezept: © Ania Groß

Auf dem Sketchnotes-Rezept, kurz Sketchipe, sieht man, dass alles ganz einfach ist: Die vorbereiteten Zutaten in den Topf, einige Minuten kochen, abschmecken, futtern 😉

Und so habe ich das Chutney gekocht (btw.: DARF das überhaupt Chutney heißen, wenn es gar keine säuerliche Kompnente enthält?! Oder gibt es für würzige nicht-saure Pasten einen anderen Begriff?):

Zutaten für 5-6 kleinere Gläser (Mengen sind Circa-Angaben):
1 kg GEMÜSEzwiebeln,
200 g Datteln,
200 g Ingwerknolle,
2 Fingerchen Kurkuma-Wurzel, alternativ 1 EL Pulver,
3 EL Brat-Öl,
2 EL Fenchelsamen, ganz,
1-2 EL Koriandersamen, gemahlen,
Chili, frisch, getrocknet oder als Pulver,
Piment,
Pfeffer,
(Orangen-)Salz, oder Salz und geriebene Orangenschale,

Je feiner Ihr die Zutaten schnippelt, desto leckerer wird das Chutney … *seufz*

Also, Zwiebeln, Ingwer und Kurkuma in feine Würfelchen schneiden. Öl erhitzen, Zwiebeln, Ingwer, Kurkuma mit Fenchelsamen und Koriander im Öl dünsten, nicht bräunen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, die Datteln zugeben, dazu jede Dattel (mit der Schere) in 3 bis 4 Stücke schneiden. Wenn der Brei im Topf zu trocken wird, jeweils wenig Wasser zugeben.

Mit Piment und Pfeffer (zum Beispiel aus diesen Mühlen) würzen. Mit dem Chili bitte etwas vorsichtig sein. Das Chutney ist schon scharf vom Ingwer. Gebt lieber weniger Chili dazu als mehr und wartet ab, bevor ihr mehr Chili dazu gebt. Grundsätzlich ist aber gerade die Kombination aus Ingwer- und Chilischärfe besonders lecker! Also nicht weglassen 😉

Wenn das Chutney weich und lecker ist, ca. die Hälfte davon pürieren. Evtl. auch noch etwas Wasser zugeben, damit es nicht zu fest wird und dann natürlich noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Gläser habe ich wie immer mit Schnaps ausgespült, ihr könnt sie aber auch im Ofen oder mit kochendem Wasser sterilisieren. Das Chutney möglichst hoch einfüllen, evtl Lufteinschlüsse rausdrücken, verschließen und auf dem Kopf abkühlen lassen. Bastelt hübsche Etiketten, dann habt ihr ein schnelles Mitbringsel im Vorratsschrank.

Ich hab noch nicht herausgefunden, wie lange es sich hält, beim 2. Mal habe ich vorsichtshalber die verschlossenen Gläser nachher noch zusätzlich im Wasserbad auf einem Einsatz sterilisiert und das Glas, das nicht vakuumiert war, hab ich sofort verspachtelt. Lecker!!

Den Fenchel hab ich ursprünglich wegen der verheerenden Zwiebelwirkung im Darm zugegeben. Entweder wirkt er phantastisch oder die Gemsezwiebeln sind in der Hinsicht harmlos. Weiß das jemand? Schmeckt jedenfalls richtig gut mit dem vielen Fenchel.

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