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Kartoffelspalten mit zweierlei Chutney

Kartoffelspalten aus dem Ofen mit zweierlei Chutneys – perfekt!

Ich hab dies Jahr ein bisschen Pech mit meinen Beten aus dem Familiengarten. Normalerweise ist Bete zweijährig, dass heißt, sie blüht erst im zweiten Jahr und produziert dann Samen. Die Wurzel, also die Bete selbst, verholzt dann. Dies Jahr sind viele Zylinder- und Gelbe Beten gleich stracks Richtung Blüte geschossen. Vielleicht liegt das daran, dass mein Vater sie an exakt der gleichen Stelle auf dem Acker ausgepflanzt hat, wo sie letztes Jahr auch wuchsen? Man soll ja eigentlich auf einem Stück Acker nur alle 3 bis 4 Jahre Beten pflanzen.
Um die Beten, die noch nicht sehr holzig sind, aber auf dem Weg dahin, flugs zu verarbeiten, hab ich zwei Sorten Chutney eingekocht. Das war eh mal wieder fällig, ich hatte gar keins mehr und ein Leben ohne Bete-Chutney ist zwar möglich, aber mit Chutney lebt sich’s besser. Heute kriegt ihr also erstmal das Rezept für das leuchtend gelbe Chutney (Ihr müsst mir glauben, bei Licht ist es leuchtend gelb, auch, wenn es da oben auf dem Bild etwas untergeht):

Meine Zutaten (Mengen sind Circa-Angaben):
3 apfelgroße Gelbe Beten,
1 EL (Walnuss-)Öl,
1 Schalotte,
1 großes Stück Ingwer, so viel wie 2 oder 3 Daumen,
5 EL Zucker,
100 bis 150 ml Apfel-Essig,
(Orangen-)Salz, Pfeffer,
1 TL Sonnenkuss-Gewürz von Sonnentor,
8 Aprikosen,

Die Bete schälen und mit dem Spirali zu Spaghetti verarbeiten. In Julienne oder Würfel schneiden oder reiben geht auch. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Bete darin anschmurgeln. Das Sonnenkuss-Gewürz dazu und auch schmurgeln lassen. Achtung: anbrennen soll das Ganze nicht, zur Not schnell etwas Wasser dazu geben.
Die Schalotten schälen und in Streifen oder Ringe schneiden. Mitschmurgeln. Ebenso den Ingwer: schälen und fein schneiden oder reiben.
Essig und Zucker nach und nach zugeben und kräftig salzen und etwas pfeffern (Pfeffermühle!).
Das Chutney ca. 30 Minuten köcheln lassen. Nach einiger Zeit 2/3 des Chutneys pürieren, ein paar gröbere Bestandteile sind aber ganz nett.
Die Aprikosen entkernen und in Hälften oder Viertel schneiden und die letzten 10 Minuten mitkochen,
Schraubdeckelgläser mit klarem Schnaps (ist egal, was) ausspülen. Oder im Ofen sterilisieren. Das Chutney möglichst heiß und möglichst hoch einfüllen, die Gläser sofort verschließen und auf den Kopf stellen (so werden winzige Undichtigkeiten verschlossen) bis sie kalt sind.

Selbstgemachte Chutneys sind glutenfrei und meistens vegan und schmecken zu allem. Ich hab mir, wie ihr oben seht, gleich erstmal ein ganzes Blech voll Backofen-Kartoffelspalten (mit Schale) gemacht und beide Chutneys dazu gegessen. Schmackofatz!!

Demnächst verrat ich euch das Rezept für das Rote Chutney. Und dann gibt es auch ein etwas hübscheres Foto …

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