Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse, Apfel und Rote Bete

Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse, Apfel und Rote Bete

Grad ist so’n bisschen betearme Zeit. Auf den Märkten gibt es zwar schon die ersten frischen Beten (entweder aus Italien oder aus dem Treibhaus), sogar mit Grün dran. Aber den meisten Menschen steht der Sinn jetzt nach anderem Grünzeug. Frühlingsfrischer irgendwie. Das spiegeln auch die Zugriffe auf dies Blog jedes Jahr aufs Neue: grad mal halb soviele wie im Winter :-(. Aber die Bete auf dem Acker wächst und gedeiht. Mein Vater hat die ganze Arbeit gemacht: Den Acker umgraben und jäten, vorziehen und auspflanzen. Ich brauch sie bloß noch zu ernten (und vielleicht zwischendrin mal etwas Unkraut zu zupfen). Ein bisschen eng stehen sie, aber dann werden sie dies Jahr vielleicht nicht wieder kiloschwer, das ist ja auch ganz gut. Außerdem habe ich dies Jahr nur drei Reihen statt sechs wie im letzten Jahr.

Der Bete-Acker Anfang Juni 2015.

Der Bete-Acker Anfang Juni 2015: Hinten Geringelte Bete, in der Mitte die Gelben Beten und vorn Rote Bete in Zylinderform.

Aber bei all der Warterei und „den Beten beim Wachsen zugucken” kriege ich zwischendurch doch immer wieder Bete-Hunger. Und ich hatte Lust, mal wieder ein Rezept mit Bete und „Teig“ zu versuchen. Offenbar vertrage ich Hefe nach längerer Zeit des Vermeidens jetzt wieder besser, deshalb experimentiere ich neuerdings mit glutenfreien Hefeteigen. Und so fiel meine Wahl auf Flammkuchen. Das Rezept ergibt zwei kleine Bleche, reicht also für zwei bis drei Leute.

glutenfreier Flammkuchen mit Rote Bete

Flammkuchen mit Rote Bete und Apfel in der schlichteren Variante.

Für den Teig 250 g Mehl, ich hatte 180 g glutenfreie helle Mischung und je 35 g Kastanien- und Maismehl, wenn ihr Gluten vertragt, nehmt einfach Weizenmehl 550. 1/2 Würfel Frischhefe, 100 ml Wasser, 150 ml Milch, 1 TL Salz, 1 TL Zucker, 1 EL Olivenöl Mehl (wie oben) zum Ausrollen Für den Belag 1 mittlere Rote Bete, etwas (Walnuss-)Öl, 1/2 Packung Ziegenfrischkäse, 1/2 Becher Saure Sahne, 1 saurer Apfel, Braeburn war eindeutig zu süß! 1/2 Rote Zwiebel, Salz, Pfeffer, frischer Estragon, ggf. Ziegenkäserolle und gehackte Walnüsse Milch und ganz leicht lauwarmes Wasser mischen, Zucker, 1 EL von dem Mehl und die Hefe zugeben und Verrühren. Nur einen kleinen Moment stehen lassen, bis die Hefe grad so Anzeichen von Leben zeigt. Währenddessen die Bete schälen und in hauchdünne! Scheiben hobeln. Ich hab eine sogenannte Mandoline, bei der man die Stärke einstellen kann, da hab ich das dünnste genommen, unter 1 mm. Ersatzweise kann man die Bete auch mit dem Sparschäler in dünne Streifen hobeln. In etwas Öl bei mittlere Hitze ca. 15 min. dünsten, sie werden auf dem Flammkuchen nicht gar, wenn man sie roh drauf legt. Wenn die Bete im Topf ist, die Hefemischung mit dem restlichen Mehl, dem Salz und dem Öl verkneten. In diesem Fall habe ich den Teig ca. 30 min auf der Fensterbank in der Sonne gehen lassen. Da glutenfreier Teig aber meistens nur 1x aufgeht, werde ich beim nächsten Mal den Teig gleich dünn auf Backfolie streichen und dort etwa sgehen lassen. Mal gucken, ob der dann noch knuspriger wird. Den Ofen auf 220° Umluft und Unterhitze vorheizen (oder was immer euch bei eurem Ofen richtig erscheint, ich finde Unterhitze für alles pizzaähnliche unabdingbar). Apfel und Zwiebel putzen und in feinste Scheiben schneiden. Estragon fein hacken. Ziegenfrischkäse und Saure Sahne verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Entweder habt ihr nun den Teig schon auf Backfolie/Backpapier oder ihr rollt ihn jetzt mit viel Mehl oben drauf und unten drunter hauchdünn auf zwei Blechen aus. Dann streicht ihr sehr dünn die Käsemischung auf den Teig und belegt mit gedünsteter Bete, Apfelscheiben und Zwiebelringen. Und für die Luxusvariante noch mit Scheiben von Ziegenkäserolle und gehackten Walnüssen. Für ca. 10 Minuten (?) ziemlich weit unten in den Ofen schieben. Da Unterhitze förderlich ist, den zweiten lieber nach dem ersten Flammkuchen in den Ofen schieben. Wenn der Rand gebräunt und der Belag gar ist, den Flammkucken aus dem Ofen holen, mit Estragon bestreuen und in Stücke schneiden, das geht sehr gut mit einer Schere! Achtung, die dünnen Flammkuchen werden sehr schnell kalt, also den Tisch schon vorher decken und nicht erst lange Fotos schießen 😛

Rote-Bete-Flammkuchen mit Ziegenkäserolle

Die Deluxe-Variante: Rote-Bete-Flammkuchen mit Ziegenkäserolle und Walnüssen

Ich hab übrigens einen Teil der Flamkuchen einfach zusammengeklappt und eingefroren. Das eignet sich wunderbar einfach aufgetaut als Proviant für unterwegs oder im Job, durch die Klappaktion bleiben die Finger sauber. Welche vegetarischen Beläge mögt ihr denn auf euren Flammkuchen am liebsten?

Advertisements