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Schrecklich, diese Food-Blogs. Da hat man sich noch nicht einmal Gedanken gemacht, was man in einigen Stunden gern zum Mittag/zum Abend essen würde, da springt einen bei der Kochpoetin plötzlich so ein Veggie-Burger an!

Burger *schmacht*! Ich dachte, das kann ich mir abschminken, weil ich bisher kein Rezept für überzeugende Brötchen ohne Triebmittel hatte. Dabei hatte ich vor einiger Zeit eine Reihe australischer Bücher gelesen, in denen Burger gegessen wurden. Und wie es scheint, isst man in Australien Burger mit Roter Bete. Also bin ich praktisch gezwungen, hier mindestens ein Burger-Rezept einzustellen.

Mini-Burger

Genau so schwierig zu essen wie sein großen Brüder: Der Deluxe-Mini-Burger „Aussie-Style“.

Lange Rede, kurzer Sinn, aus dem „Regenwürmer“-Teig vom vorletzten Rezept lassen sich – wenn man etwas mehr Mehl zugibt – brötchenartige Minifladen backen. Ich hab sie deshalb mini gemacht, weil ich dachte, dass größere vielleicht innen nicht ganz gar werden. Außerdem sind die Dinger ja recht kompakt und machen ganz schön satt. Und nicht zuletzt sehen kleine Sachen immer doppelt so appetitlich aus, findet ihr nicht auch? [Ich hab dann einfach drei Mini-Burger zum Mittag gegessen, dann passte es wieder zu meinem Ruf: verfressen 😉 ]

Zutaten für 10 bis 12 Mini-Brötchen:
1 Banane,
1 Zucchini,
1/2 TL Salz,
300–400 g Buchweizenmehl, ich hatte 320 g,

Den Ofen auf 180° Umluft (o.ä.) vorheizen. Zucchini kleinschneiden und zusammen mit der Banane und dem Salz pürieren. 300 g Mehl zugeben und unterkneten. Löffelweise Mehl zugeben und unterkneten, bis der Teig sich zu flachen Kugeln formen lässt. In Portionen von 50–60 g teilen und mit bemehlten Händen nicht zu flache Fladen formen und auf ein mit Backpapier oder Backfolie belegtes Blech legen. Ca. 20 Min backen und leicht bräunen lassen.

Zutaten für eingelegte Rote Bete:
2 kleine Rote Bete,
3 EL Zucker,
150 ml Wasser,
100 ml Essig,
Salz,
Orangenschale, Limettenschale, Ingwer, Chili, Fenchelsamen

Je nach Zustand die Beten abbürsten und rauhe Stellen entfernen oder rundum schälen. Mit dem Gemüsehobel in dünne (2 bis 3 mm) Scheiben hobeln. Mit den anderen Zutaten aufkochen und ca. 20 Min. gar simmern lassen. Den Ingwer kann man auch in dünne Scheiben schneiden und nachher mitessen. Wenn man eine ganze Chilischote verwendet hat, sollte man die hinterher wieder rausfischen, damit das Ganze nicht zu scharf wird. Mit der Flüssigkeit im Glas sollte sich die Bete im Kühlschrank 5 bis 7 Tage halten.

Zutaten für 8–10 Mini-Frikadellen:
120 g Rote Linsen
240 ml Wasser
50 g geriebener Parmesan,
2 EL Walnüsse,
20 g Maisstärke,
1 EL getrocknete Zwiebeln,
1 EL (glutenfreie) Haferflocken,
1 Ei
oder 1 Ei-Ersatz, aus dem Reformhaus,
2 TL Gemüsebrühepulver,
Salz und Gewürze nach Wahl,
ich hatte Ras el Hanut und rote Curry-Paste,
3–5 EL (glutenfreie) Haferflocken zum Wenden,
3 EL Öl zum Braten

Die Linsen mit dem Wasser in 10 Minuten auf kleiner Flamme gar kochen. Dabei kein Salz zugeben.
Walnüsse mahlen und mit der Stärke, der Gemüsebrühe und dem Parmesan vermischen. Mit dem Ei und den Haferflocken zu den Linsen geben, alles zu einem Teig verkneten und diesen mit den Gewürzen kräftig abschmecken.

Die Hälfte des Öls in der Pfanne erhitzen. Mit nassen Fingern aus dem Teig Miniküchlein formen und in den Haferflocken wenden (das macht sie nachher extra kross). Braten und dabei bräunen. Fertige „Frikadellen“ evtl. im Ofen warmhalten. Je nach Größe der Pfanne muss man beim Braten ggf. irgendwann die zweite Hälfte Öl nachgießen.

Und dann braucht man noch:
dünne Orangenscheiben, ohne Schale und die äußere Haut,
Salat oder anderes Grünzeug, mein Balkon gab nur junges Pfennigkraut her 😉

Die Brötchen aufschneiden und nach Wunsch toasten oder im Ofen anwärmen. Mit Salat und einer oder zwei dünnen Scheiben Orange belegen, darauf eine „Frikadellen“ und obendrauf einige Scheibchen Rote Bete und Ingwer. Deckel drauf – leckerschmecker.

Ich hatte statt der Orange zunächst Tomate, aber DAS GING GAR NICHT. Evtl. könnte der eine oder andere Klecks Ziegenfrischkäse die Geschmacksexplosion noch vergrößern, müsste man mal testen.

War jemand von Euch schon mal in Australien und kann über die Rote Bete in den Burgern berichten? Und vielleicht auch über andere Verwendungen von Rote Bete dort?! Denn die Australier*innen werden sie ja nicht nur auf ihre Burger tun?!

Übrigens: Wollt ihr jeden Monat 2 bis 4 neue Rote-Bete-Benachrichtigungen bekommen? Dann tragt oben links eure Mailadresse ein und bestätigt in der daraufhin ankommenden Mail euren Wunsch nochmal. Und wie immer freue ich mich ganz doll über Kommentare!

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