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Rote Bete-Trüffel

Dunkle Schokolade, fruchtige Rote Bete, herbe Orangen und ein Hauch Alkohol: Tataaaah – Rote Bete-Trüffel!

Es stand ja seit einem Jahr noch die Aufgabe im Raum, Rote Bete-Schokolade zu fabrizieren, die auch nach Rote Bete schmeckt. Und nicht zwar schön violett ist, aber penetrant nach Zimt müffelt und schmeckt. Nachdem ich kürzlich mal eine große Menge Rote Bete-Chips aus Ausgangsmaterial fabriziert habe, hab ich mit dem Experimentieren begonnen.

Im ersten Versuch fehlte mir ein bisschen die knusprige Komponente IN der Trüffelfüllung (Ganache). Durch den Alkohol und das Orangeat werden die geriebenen Rote Bete-Chips eher cremig. Das hab ich dann durch die Deko aus gestoßenen Chips aufgefangen. So gibt es ein schönes „Mundgefühl“.
Der Geschmack ist eindeutig besser als bei Zotter, allerdings natürlich speziell, definitiv nichts für Rote Bete-Hasser! Ich habe in Paris, 2004 muss es gewesen sein, mal mit Schokolade überzogene Käsepralinen gekauft. Die mochte ich auch gerade wegen ihres ungewöhnlichen Geschmacks. So ähnlich geht es mir hier, ich kann von diesen Trüffeln nicht genug bekommen.

Zutaten für 54 Trüffelchen:
100 g weiße Kuvertüre,
25 g getrocknete Rote Bete (Rote Bete-Chips),
1 TL Orangeat,
1 Prise Ceylon-Zimt (ca. 1/5 TL),
15 ml Orangenlikör,
40 g (Soja-)Sahne (light),
54 Mini-Pralinenhohlformen, zartbitter. Ich hatte diese hier. Hamburgerinnen können die direkt in den beiden Ladengeschäften kaufen.
200 g Zartbitterkuvertüre zum Überziehen,
zerstoßene Rote Bete Chips zum Dekorieren.

25 g Rote Bete Chips in der elektrischen Mühle fein mahlen, 1 TL Orangeat zugeben und weiter mahlen bis alles fein zerkrümelt ist.
Wenn die weiße Kuvertüre im Block daher kommt, ebenfalls fein hacken oder mahlen. Mit den Orangeat-Bete-Krümeln gut vermischen.

40 g Sojasahne erhitzen, nicht kochen. Vom Herd nehmen. 15 ml Orangenlikör dazu geben. Die Kuvertüremischung dazugeben und unter Rühren in der heißen Sojasahne auflösen. Tolle Farbe!!!

Kalt stellen.

Nach dem Abkühlen in die Miniförmchen spritzen. Ich habe dazu die Ganache (so heißt die Paste) in einen kleinen Gefrierbeutel gefüllt und eine möglichst keine Spitze abgeschnitten, das gelingt mir besser als mit einer Spritztüte, wo der Auslass immer so monströs groß ist.). Wenn Luft in die Förmchen geraten ist, mit einem Zahnstocher „rühren“, bis die Luft wieder raus ist.

Mit einem weiteren Gefrierbeutel und etwas geschmolzener dunkler Kuvertüre die Löcher dichtmachen.*

Wenn die Kuvertüre ausgehärtet ist, den Rest der dunklen Kuvertüre schmelzen. Die gehackten Bete-Chips auf einem Bogen Backpapier oder -folie verteilen. Die Kügelchen mit der Kuvertüre überziehen. Da ich keine Pralinengabel habe, nehme ich immer einen Eierlöffel aus Metall und eine spitzzinkige (oh, ein Wort mit 2 z) Kuchengabel.
Die Trüffel sofort auf die Folie bugsieren und in die Betehäcksel legen, aushärten lassen. Luftdicht aufbewahren.

*Ich weiß nicht, wie lange die Trüffel im Ernstfall haltbar sind. Ich empfehle, das nicht auszuprobieren, sondern sie lieber frisch zu genießen. Damit mir das gelingt, hab ich die gefüllten Kugeln an diesem Schritt eingefroren. So kann ich mir immer eine kleine Menge entnehmen. diese lasse ich auftauen und rubbele sie kurz vorsichtig mit Küchenpapier ab um das Kondenzwasser vom Auftauen zu entfernen, danach überziehe ich die Kügelchen wie beschrieben. Eine Woche bis 10 Tage sollten bei kühler Aufbewahrung aber ganz sicher kein Problem sein.

Adventsverlosung

Wer von jetzt bis zum 6.12.12 (einschließlich) einen Kommentar zu irgendeinem (!) meiner Blogposts schreibt (und dabei eine gültige E-Mailadresse hinterlässt), nimmt an der Verlosung von einem Tütchen Rote Bete-Trüffel teil, die ich extra dafür aus der Tiefkühltruhe hole und frisch mit Kuvertüre überziehe. JEDER Kommentar erhält ein Los, mir subjektiv besonders inhaltsreich erscheinende Kommentare bekommen sogar ein 2. Los! Es lohnt sich also mehr als „Viele Grüße“ zu schreiben ;o)
Kleine Einschränkung (sorry!): Ich verschicke die Trüffel nur als Brief innerhalb Deutschlands.

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