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Rabelina7’s Foto bei Flickr hat mich heute morgen daran erinnert, dass ich ja noch die Chips für Euch in der Warteschleife habe.

Rote Bete-Chips

Rote Bete-Chips vor der letzten Ernte aus dem Hochbeet (für dies Jahr).

Es ist nicht schwer, Chips bzw. getrocknete Rote Bete herzustellen, aber man braucht tonnenweise GEDULD.
Die Rote Bete habe ich auf dem Gemüsehobel in 1,5 mm dicke Scheiben gehobelt. Da die Bete extrem schrumpft, empfiehlt es sich sich, gleich möglichst große Beten zu verwenden, sonst hat man nachher winzige Chipsbrösel.

Die Scheiben habe ich nebeneinander auf Backfolie (Backpapier geht natürlch auch) gelegt, ein Blech habe ich danach mit Salz betreut, ein Blech gezuckert und das letzte halbe Blech habe ich pur gelassen.

Bei 70° Umluft habe ich die Bleche ca. 8 Std. lang getrocknet, dazu muss die Tür einen Spalt offenstehen, bei mir übernimmt den Job des Türstehers immer ein zusammengerollter Topflappen. Höhere Temperaturen als 80° funktionieren nicht, da die Bete dann gart, niedrigere gehen ohne weiteres, dann dauert es nur länger.

Das erste Schrumpfen geht recht schnell, aber bis aus den ledrig-zähen Lappen knusprige Chips werden, das ist die Geduldsprobe. Ich habe die Bete-Scheiben 2,5 Tage im Ofen gehabt, also in drei Etappen getrocknet (ich wollte den Ofen nicht anlassen, wenn ich außer Haus bin).

Alle drei Sorten schmecken im Gegensatz zu Rabelina7’s Kaufchips super, mehr Gewürz brauche ich eigentlich nicht. Die süße Sorte vertrüge aber sicher einen Hauch Zimt …

Da die Ausbeute von einer riesigen Bete gering ist, werde ich nächstes Mal mehr machen, denn nach ca. 2 Stunden hätten die alle zusammen auf ein Blech gepasst, da werde ich sie dann nächstes Mal rausnehmen, die zweite Ladung bis zu diesem Schritt trocknen und das noch 2x machen, dann habe ich am Ende 4 Bleche, die ich gemeinsam zuende trocknen kann.

Es ist auch bei Umluft sinnvoll, die Reihenfolge der Bleche im Ofen zu wechseln, da die Scheiben dann gleichmäßiger trocknen.

Die fertigen Chips können luftdicht verpackt — Blechdosen oder Schraubgläser — sehr lange aufbewahrt werden. Bestimmt bis zum Frühling ;o)

Man kann die Chips einfach so wegknabbern (hohes Suchtauslösungspotenzial für Bete-Anbeter), daher eignen sie sich gut als Proviant. Aber ich bin sicher, man kann sie auch für Risottos, Soßen oder zerbröselt als Deko verwenden. Ich werde darüber nachdenken …

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