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Ich habe ein unausrottbares Faible für ChickLit, das ist ein Subgenre des Frauenromans.
„Brigitte Jones – Schokolade zum Frühstück“ von Helen Fielding war einer der ersten Romane dieser Richtung. Reine Unterhaltungsliteratur also.

ChickLit, Schuhe und Rote Bete

ChickLit, Schuhe und Rote Bete, was will frau mehr?

„Mit den Augen meiner Schwester“ von Julie Cohen bekam ich kürzlich als eBook geschenkt. Unterwegs lese ich neuerdings am liebsten eBooks, dann brauche ich keine Bücher herumzuschleppen und es kann auch nix in den Tiefen meiner Fahrradtaschen verknicken.
Zur Handlung:
Lee und Liza sind Zwillinge, Lee ist die Brave, Liza die Böse. Sie war seit Jahren nicht mehr zuhause in England auf dem Dorf, sondern lebt überwiegend in den Staaten, wo sie als Stuntgirl arbeitet. Bis sie eines Tages, ausgerechnet an ihrem Geburtstag, einen Ferrari zu Schrott fährt und dabei auch noch schwer verletzt wird. Einigermaßen gesundet, aber wegen ihres fahrlässigen Leichtsinns nach dem Unfall ohne Aufträge reist sie nach England und trifft in London ihre Schwester. Diese bittet sie, zur Dorfdisko am folgenden Wochenende nach Hause zu kommen. Doch als Liza dort eintrifft, ist Lee verschwunden.

Natürlich gibt sich Liza für Lee aus und übernimmt die Leitung der Eiscremefabrik und kümmert sich um die alzheimerkranke Mutter. Sie versucht die Rolle ihrer Schwester mehr als perfekt zu spielen, einerseits aus schwesterlicher Rivalität, andererseits aber auch, weil sie einsieht, dass die Schwester eine zu große Last getragen hat.

Und dann kommt ein Anruf eines Londoner Sternekochs, in dessen Gegenwart sie – ohne das natürlich ernst zu meinen – Rote Bete-Meerrettich-Eis als neueste Kreation des Familienbetriebs erwähnt hat. Er möchte dieses Eis unbedingt exklusiv in seinem Restaurant als Beilage zu Staeks servieren. Ein irrer Verkostungsmarathon startet und mir tropfte beim Lesen der Zahn. Nicht wegen des Staeks natürlich, sondern wegen des Eises … Rote Bete Eis kann ich mir sowieso gut vorstellen und wenn dann noch so’ne leichte Meerrettischschärfe dazu kommt … mmmmmmmmh! Was soll ich sagen, es gelingt dem Team um Liza, ein perfektes Eis zu kreieren.

Da der Roman in England spielt, gibt es natürlich jede Menge skurriler, liebenswerter Charaktere und auch einen sexy Gutsherren mit einem tollen Auto, hach, und am Ende wird wie immer alles gut! Wer wie ich auf unterhaltsamen, sinnlos-seichten Lesespaß und Rote Bete steht, sollte sich dies Buch nicht entgehen lassen.

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